Für viele Menschen ist die Sepsis nach wie vor weitgehend unbekannt, obwohl sie eine der größten globalen Gesundheitsbedrohungen darstellt. Anlässlich des Welt-Sepsis-Tages am 13. September macht AOP Health auf diesen oft übersehenen medizinischen Notfall aufmerksam und betont, wie wichtig es ist, bei ersten Warnzeichen schnell zu handeln.
Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine behandelbare Infektion, würden die Gefahr aber erst erkennen, wenn es fast schon zu spät ist. Das wäre Dr. Michael Felli, einem Facharzt für Intensivmedizin, beinahe passiert. Es war ein kalter Wintertag, als er sich unwohl fühlte, und er ging natürlich davon aus, er habe die Grippe. Sein Hausarzt und sogar Kollegen im Krankenhaus hatten zunächst Schwierigkeiten zu erkennen, dass sich bei ihm eine Sepsis entwickelte. Als die Diagnose schließlich gestellt wurde, schwebte er bereits in Lebensgefahr.
Eine Sepsis ist die extreme, lebensbedrohliche Reaktion des Körpers auf eine Infektion: Anstatt nur die Infektion zu bekämpfen, beginnt das Immunsystem, die körpereigenen Organe und Gewebe anzugreifen. Sie kann sich aus einer Harnwegsinfektion, einer Lungenentzündung oder einer infizierten Wunde entwickeln und innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden. Zu den Warnzeichen gehören: Verwirrung oder Desorientierung, kalte, blasse oder fleckige Haut, eine sehr schnelle Herzfrequenz oder Atmung, geringe oder ausbleibende Urinausscheidung sowie das überwältigende Gefühl, schwer krank zu sein.
Ohne schnelle Behandlung kann eine Sepsis zu Organversagen, septischem Schock und zum Tod führen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation war die Sepsis in 2017 weltweit für etwa 11 Millionen Todesfälle verantwortlich und machte rund jeden fünften Todesfall weltweit aus1.
Michael Fellis Erfahrung zeigt, wie leicht eine Sepsis übersehen werden kann – selbst von medizinischem Fachpersonal.